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Sonntag, 3. Februar 2013

Ausstellungen Frühling/ Frühsommer 2013

Es ist Zeit für eine kleine Ausstellungsvorschau/ -ankündigung. Und der abgedeckte Zeitraum ist ob meines seltsamen Timings etwas weit gefasst - dementsprechend kommt in diesem Beitrag Einiges auf euch zu (ab "Sommer 2013" unterteile ich sie wieder besser, versprochen ;o)..) -- vor allem auch, weil mich diesmal so viele Ausstellungen ansprechen.
Jep, das neue Jahr ist da, für einige haben die Semesterferien begonnen und Wien hat, sozusagen, Unmengen an Ausstellungen für die echte Wienerin, den Wahlwiener, die Pendlerin und auch den spontanen Wienbesucher zu bieten. Hier, wie immer, eine rein subjektive Auswahl.


Belvedere


Friedensreich Hundertwasser
Der große Weg, 1955
Kunstharz auf Leinwand 158 x 158 cm
Der große Weg, © 2012 Namida AG, Glarus, Schweiz
Hundertwasser - Japan und die Avantgarde
Orangerie, Unteres Belvedere

Ein Muss für Fans von unsrer Wiener Müllverbrennungsanlage: Von 6. März bis 30. Juni 2013 werden über 40 Werke des österreichischen Künstlers Hunderwasser mit Werken der internationalen Avantgarde ins Rechte (avantgardistische) Licht gerückt:
Hundertwasser, dessen künstlerischer Durchbruch eng mit seinem einjährigen Aufenthalt in Japan verknüpft ist, war wie viele europäische Künstler seiner Zeit von Gedanken des Taoismus und des Zen-Buddhismus inspiriert. Mit seiner speziellen Malweise und Bildkomposition und seinen Malaktionen entwickelte er Ende der 1950er Jahre "eine eigene künstlerische Reife" und bewegte "sich ganz auf der Höhe der internationalen Avantgarde bewegte".
Jedenfalls zeigt das Belvedere anhand ausgewählter Werke den direkten und indirekten Zusammenhang zwischen dem Frühwerk Hundertwassers und der Avantgarde, vertreten durch zahlreiche Werken der internationalen Avantgarde, wie Yves Klein, Piero Manzoni, Lucio Fontana, Jean Dubuffet, Tetsumi Kudo, Akira Kito, Yayoi Kusama.


Fritz Wotruba - Leben, Werk und Wirkung

Das Belvedere widmet einem weiteren österreichischen Künstler eine Ausstellung: Noch bis 07. April 2013 kann man sich eine Schau über den Bildhauer Fritz Wotruba anschaun, der als erfolgreicher Künstler und Lehrer mehrere Bildhauergenerationen, vor allem in der Nachkriegszeit, beeinflusste. "Neben Skulpturen und Zeichnungen des Bildhauers präsentiert die Ausstellung vielfältiges, noch nie ausgestelltes Foto- und Dokumentationsmaterial aus dem reichhaltigen Nachlass des Bildhauers um dessen Rezeption in Gesellschaft, Kunstkritik, Literatur und Ausstellungen, sein Umfeld, die Wotruba-Schule und die Entstehungsgeschichte des Wotruba-Museums zu vermitteln".

Lilly Steiner
Composition baroque, 1938
Öl auf Leinwand 146 x 97 cm
© Belvedere, Wien
Barock - Since 1630
Unteres Belvedere
27. Februar bis 9. Juni 2013

Auch im Unteren Belvedere gibt es eine interessante Ausstellung: vom 27. Februar bis 9. Juni 2013 kann man in "Barock - Since 1630" eine Kombination aus Werken des 17. und 18. Jahrhunderts und späteren Werken, die an jene des Barocks anknüpfen oder sie imitieren/ interpretieren, betrachten. Dabei sollen die "zahlreichen Möglichkeiten, sich der Kunst des Barock zu nähern" untersucht werden. "Anhand von Werken von Franz Anton Maulbertsch, Franz Xaver Messerschmidt, Paul Troger, Hans Makart, Anton Faistauer, Oskar Kokoschka, Lilly Steiner, Gerhart Frankl u. a. wird zum Ausdruck gebracht, dass Barock kein Rückzugsgebiet für Konservative, sondern vielmehr Ansatzpunkt für die Moderne ist".
Schaut jedenfalls ganz interessant aus.


Fotos - Österreichische Fotografien von den 1930ern bis heute
21er Haus

Mja, und noch eine letzte Ausstellung im Belvedere, die ganz nett wirkt: Vom 30. Jänner bis 5. Mai 2013 kann man im 21er Haus Auszüge der österreichischen Fotographie von den 1930ern bis heute anschaun. Im Mittelpunkt stehen dabei die Motive. Dabei liegen drei Grundmotive der Werkauswahl zugrunde: Dinge, Menschen und die Fotografie selbst. Diese "drei Hauptmotive stehen für Objekt, Subjekt und deren In-Beziehung-Setzen, also die bestimmenden Parameter der Fotografie. [...] Sie stellen die alten Fragen nach dem Abbild, der Echtheit des Abgebildeten, aber auch der Objektivität der Kamera in aktualisierter Form" ähm, ja. Für alle, die's weniger philosophisch sehen: schaun ganz interessant aus, die Fotos ;o)..

Quelle: http://www.belvedere.at/de



Kunstforum Austria

Miquel Barceló
Doble Coleoidea I, 2008
Mischtechnik auf Papier, 102,5 x 152 cm
Privatbesitz, Courtesy Galerie Bruno Bischofberger, Zürich
© Courtesy Miquel Barceló
© Foto: André Morin/Studio Miquel Barceló, Paris
Miquel Barceló

Das Kunstforum Austria zeigt noch bis 10. März 2013 Werke von Miquel Barceló. Der Künstler hatte eine führende Position in der Neuen Malerei der 1980er Jahre und scheint einen besonderen Zugang zu Material und Form zu haben (laut Kunstforums-HP kneten der pastosen Ölfarbe, Erde, Lehm, Ton). Wie dem auch sei - seine Bilder schaun äußerst interessant aus. Da kann man's durchaus riskieren, einen Blick darauf zu werfen. Und wenn man schon dort ist, kann man auch gleich bei einer "skandalumwitterten Muse" vorbeischaun:

Meret Oppenheim

Vom 21. März bis 14. Juli 2013 kann man, ebenfalls im Kunstforum Austria, Werke einer der "bedeutendsten und eigenwilligsten Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts" betrachten - unter anderem hat sie eine mit Pelz überzogenen Tasse erfunden und gilt als wichtigste Vertreterin des französischen Surrealismus. "Ihr vielfältiges Oeuvre, das gleichermaßen Malerei, Skulptur, Dichtung und Design umfasst, entzieht sich jeder stilistischen Einordnung und stringenter Entwicklung. In den 1970er Jahren wird Oppenheim, die sich vehement gegen gesellschaftlich zugewiesene Geschlechterrollen einsetzt, zu einer zentralen feministischen Identifikationsfigur. »Die Freiheit wird einem nicht gegeben, man muss sie sich nehmen«, lautete ihr Credo" -- durchaus interessant. :o)

Quelle: http://www.bankaustria-kunstforum.at/de


Albertina

Max Ernst
Ohne Titel, um 1920
Collage, Bleistift und Gouache auf Papier
© VBK, Wien 2013 / Privatbesitz
Max Ernst - Retrospektive

Sie ist zwar schon mit Saus und Braus eröffnet, trotzdem hier ein weiterer Hinweis auf die Retrospektive Max Ernst, die bis 5. Mai 2013 in der Albertina zu sehen ist. Deren HP meint dazu: "Fraglos gehört Max Ernst mit Matisse, Picasso, Beckmann, Kandinsky und Warhol zu den Jahrhundertfiguren der Kunstgeschichte. Als früher Protagonist des Dadaismus, Pionier des Surrealismus und Entdecker raffinierter Techniken wie Collage, Frottage, Grattage, Décalcomanie und Oszillation entzieht er sein Schaffen einer griffigen Definition. Was als Konstante bleibt ist die Beständigkeit des Widerspruchs".
Die Albertina zeigt eine Auswahl von 180 Gemälden, Collagen und Skulpturen sowie repräsentativen Beispielen illustrierter Bücher und Dokumente aus allen Werkphasen und gibt einen Überblick über die Biographie des Künstlers im Spiegel seiner Kunst.
Das Tolle an der Albertina: Man kann mit einem Ticket in alle Ausstellungen. Wenn man also schon mal im Max Ernst drinnen ist, kann man sich gleich auch ein wenig in den weiteren Ausstellungen des Hauses umschauen:

Lewis Baltz

Vom 1. März bis 2. Juni 2013 kann man die irgendwie sehr ansprechenden Fotos des US-Amerikaners Lewis Baltz bestaunen, der meist verwüstete Peripherien und menschenleere Landschaften ablichtet. "Mit bis dato nicht darstellungswürdigen Sujets, wie Industriegebäuden, Vorstadtsiedlungen und Brachlandschaften revolutionierte er die künstlerische Fotografie in den 1970er-Jahren". Die Albertina zeigt Werke und Serien, aber auch Fotos anderer Künstler, die von Baltz maßgeblich beeinflusst wurden.

Außerdem zeigt die Albertina aus ihren Beständen Bosch, Bruegel, Rubens und Rembrandt:


Vom 14. März bis 30. Juni 2013 kann man ausgewählte Exemplare aus der Sammlung niederländischer Handzeichnungen aus der Zeit von 1450 bis 1650 bestaunen. Mit dabei sind Werke aus dem Umkreis des Jan van Eyck, von Petrus Christus und Dirk Bouts, sowie Arbeiten von Hieronymus Bosch und Pieter Bruegel d. Ältere. Ein Muss für alle, die, wie ich, ihre Niederländer lieben. :o)

Quelle: http://www.albertina.at



Leopoldmuseum

Jean Cocteau, llustration zu Jean Genet
Querelle de Brest, 1947
© Privatsammlung © VBK, Wien 2012
Nackte Männer

(Bericht über meinen Ausstellungsbesuch)

"Was soll eigentlich die Hysterie um diese Ausstellung?" - keine Ahnung. Wir sollten wohl selbst einmal nachschaun gehen, was an nackten Männern so interessant ist. In der Kunst, mein ich ;o).
Noch bis 04. März 2013 kann man sich in der Gruppe oder allein anschaun, ob die Plakate mit den nackten Fußballern halten, was sie versprechen. Das Leopoldmuseum zeigt dabei eine "längst überfällige Ausstellung zu Vielfalt und Wandel in der Darstellung nackter Männer von 1800 bis heute", wobei zeitliche Schwerpunkte auf die Aufklärung,Französische Revolution und Klassizismus um 1800, auf die Klassische Moderne um 1900 und auf die Kunst nach 1945 gesetzt werden.
Dabei werden unterschiedliche künstlerische Zugänge und der Wandel von Körper-, Schönheits- und Wertvortsellungen verfolgt. Jaha. Nackte Frauen gibt es in jedem Museum. Für nackte Männer brauchen sie eine Spezialausstellung. Also, Frauen Wiens: Vereinigt euch und gehn wir nackte Männer schaun!

Quelle: http://www.leopoldmuseum.org/de

Samstag, 22. Dezember 2012

Ausstellungen (nicht nur) für die Weihnachtsfeiertage - Winter 2012

Nachdem der Weltuntergang irgendwie ausgeblieben ist, kommt jetzt doch die "stille Zeit" mit Familie, Festen und den traditionellen Streitereien neben, auf und unter dem Christbaum.
Wer nach dem 24. Dezember dem Gallenanfall bei noch einem Weihnachtsessen entgehen, sowie der lieben Verwandschaft für kurze Zeit entkommen will, es sich aber nicht leisten kann, auf den Malediven braun zu werden und erst 2013 wieder in Wien zu frieren, kann trotzdem was aus seiner/ihrer Zeit machen - vor allem, wenn er/ sie nicht arbeiten oder lernen muss ;o)

Wiens Museen haben, bis auf den 24. und den 31., wo verkürzte Öffnungszeiten gelten, ganz normal offen und bieten somit ein Refugium für alle, die schon keinen Lebkuchen mehr sehen können.

Hier ist eine Zusammenstellung von Ausstellungen, die ein kurzes "Ablaufdatum" haben und somit bald, teilweise noch zwischen Weihnachten und Silvester, konsumiert werden sollten:


Belvedere

Gustav Klimt
Judith, 1901
© Belvedere, Wien
Im Belvedere gibt's noch bis 27. Jänner 2013 die Ausstellung 150 Jahre Gustav Klimt - Jubiläumsausstellung. Jeder kennt ihn, aber wer hat ihn wirklich schon mal ausführlich gesehen? Die Ausstellung zeigt sämtliche Gemälde Klimts aus dem Bestand des Hauses, das die weltweit größte Sammlung von Gemälden Gustav Klimts besitzt. Dabei geht es in dieser Ausstellung um eine Reduktion auf die Arbeit selbst und auf die Rezeptionsgeschichte der Werke des kunstwissenschaftlichen und zeitgeschichtlichen Phänomens Gustav Klimt, weniger um kunstgeschichtliche Vergleiche.

Weiters zeigt das Belveder noch bis13. Jänner 2013 die Ausstellung Emil Jakob Schindler - Poetischer Realismus. Diese Richtung interessiert mich zwar eher weniger, aber der Name hat, nach meiner Diplomarbeit über Gustav Mahler, natürlich meine Aufmerksamkeit erweckt - der Langdschaftsmaler war der Vater von Alma Maria Schindler, später bekannt als Alma Mahler-Werfel. Die Ausstellung selbst beleuchtet Schindlers Werk, das im Spannungsfeld der französischen Malerei der Schule von Barbizon und der Kunst Ferdinand Georg Waldmüllers steht. Sie konzentriert sich auf die Stimmungsmalerei Schindlers, dem "Maler des Lichts und der Luft", die sich den gängigen Etikettierungen wie Impressionismus, Realismus oder Romantik entzieht und eine Alternative zur opulenten Kunst der Ringstraßenzeit bildet.
Quelle: www.belvedere.at


Albertina

Bernhard Strigel
Die Familie des Kaisers Maximilian I., 1515-1520
© Kunsthistorisches Museum, Wien
Die Albertina hat gleich drei interessante und nur noch
kurzzeitig zu bestaunende Ausstellungen. Die erste ist Kaiser Maximilian und die Kunst der Dürer Zeit, die man noch bis 6. Jänner 2013 besuchen kann. Sie widmet sich den Auftragswerken, die unter anderem von Albrecht Dürer, Albrecht Altdorfer, Hans Burgkmair und Bernhard Strigel. für den Kaiser Maximilian I. (1459-1519) angefertigt wurden, darunter auch "der von Altdorfer und seiner Werkstatt gemalte Triumphzug - ein kostbarer Bilderfries auf Pergament von ursprünglich über 100 Metern Länge, von dem sich in der Albertina die komplette zweite Hälfte befindet."

Als Kontrast kann man, wenn man schon mal drin ist, die Exponate der Albertina Contemporary Sammlung anschaun - aber nur noch bis 1. Jänner 2013. Die Exponate aus der Sammlung, die sie die letzten paar Male gezeigt haben, haben mir wenig gefallen; diesmal find ich die Beispielbilder aber sehr interessant. Man zahlt ja auch nicht extra, hinschaun lohnt sich sicher. Gezeigt werden unter Anderem Werke von Zenita Komad, Gerhard Richter, Maria Lassnig, Arnulf Rainer, Christiane Baumgartner, Markus Prachensky, Franz Graf, Walter Pichler, Walter Schmögner, Anselm Kiefer und Georg Baselitz.

Und während man im Haus herumgeht: die Augen nach der Intervention von Markus Hofer offen halten (bis 27. Jänner 2013) - ich geb zu, für sowas hab ich eine Schwäche *lach*
Quelle: www.alebertina.at


Künstlerhaus

Auch das Künstlerhaus hat diesmal Interessantes zu bieten: In Richard Kriesche - Die Kunst mit der Kunst des Nationalsozialismus (bis 20. Jänner 2013) werden Arbeiten des Künstlers Richard Kriesche, die in Auseinandersetzung mit realen, in Österreich aufgefundenen nationalsozialistischen Kunst- bzw. Propagandawerken entstanden sind, gezeigt.
Auch les tardes goldscheyder wirkt interessant, bis 6. Jänner 2013 zu sehen. Ähm.. ich zitiere die Homepage: "die stellungnahme des wiener autodidakts, welcher eynblick gibt, in das unterirdische tunnelsystem [i.e. opernpassage], mit den augen eynes abgängigen abhängigen, abseyts der gesellschaft und ihren eylig vorbeygetragenen aktentaschen". Collagen, Fotos etc. - auch auf den Link unter der Beschreibung klicken!
Das gilt auch für K.U.SCH -- das ist ebenfalls nur mehr bis 6. Jänner 2013 zu sehen und auch hier zahlt es sich aus, auf den Link zu klicken ;o). Gezeigt wird eine interdisziplinäre Arbeite, die sich zwischen Objektkunst, Rauminstallationen, Korrespondenzen im freien (natürlichen) Gelände, Intervention im öffentlichen (urbanen) Raum, Film, Text und Performativer Arbeit bewegt (ähm.. ja). ;o)
Quelle: www.k-haus.at


Kunsthistorisches Museum

Auch das Kunsthistorische Museum hat ein paar durchaus interessante Ausstellungn. Die eine heißt Doppelgänger und ist noch bis 14. Jänner 2013 in der Gemäldegalerie zu sehen. Gezeigt werden Werke von Tizian, Tintoretto, Parmigianino sowie von Albrecht Dürer, Jan Sanders van Hemessen und Jan Brueghel d. Ä. neben ihren Kopien - ohne Kennzeichnung, welches jetzt das Original und welches die Nachahmung ist. Dabei soll die Frage um Original und Kopie thematisiert werden. Die Entschlüsselung zu den Beispielen gibt es für die Besucher dann in Saal XII.

Und auch das KHM hat Werke von Klimt auf den Wänden - buchstäblich. Zwischen 1890 und 1891 hat Klimt dort in seinem frühen Stil Wandbilder nahe der Decke angefertigt. Diese kann man, über eine speziell errichtete Klimtbrücke, noch bis 6. Jänner 2013 betrachten. Quelle: www.khm.at


Na dann: Vanillekipferl fallen lassen und auf ins Museum!!

Samstag, 24. September 2011

Ausstellungen Ende 2011/ Anfang 2012

Heut noch ein zweiter Post: nach stundenlanger Arbeit endlich fertig, die Ausstellungsvorschau für Herbst/ Winter 2011 :o).. :

Wer Zeit hat und im Winter ein warmes Platzerl sucht, ist in einem Museum durchaus gut aufgehoben ;o): Wien bietet im Herbst/ Winter Dauerbrenner wie Klimt und Schiele, aber auch einige Ausstellungen zu moderneren Werken für alle, die sich schön langsam am frühen 20. Jahrhundert sattgesehen haben (muss zugeben, das trifft momentan auf mich zu..*räusper*... vllt. nur eine Phase?).


ALBERTINA

Ein Albertinabesuch ist diesen Herbst äußerst empfehlenswert (und surrealistisch). Wenn man ihn für den Zeitraum zwischen 30. November 2011 und 15. Jänner 2012 einplant, kann man dabei gleich drei ausgesprochene "Schmankerl" anschaun:
Von 9. November 2011 bis 26. Februar 2012 ist René Magritte in Das Lustprinzip zu bestaunen. "Mehr als 100 Werke aus aller Welt und aus allen Stadien seines künstlerischen Werdegangs werden in der Ausstellung gezeigt" wobei "seine künstlerischen Methoden [wie] der Gebrauch immer wieder kehrender Gegenstände, das allgegenwärtige Thema der Ver- und Enthüllung sowie die Auseinandersetzung mit dem alltäglich Banalen und Erotischen" dabei in den Mittelpunkt gestellt werden. Magritte hab ich noch nie gesehn, obwohl "man ihn halt kennt"- den geb ich mir sicher :o)

Joan Miró
Série noire et rouge, 1938
Sammlung Gilbert Kaplan, New York,
Photo: Ardon Bar-Hama/VBK, Wien 2011
Freu mich ebenfalls schon auf Die Sammlung Gilbert Kaplan - Surrealistische Grafik, die von 30. November 2011 bis 15. Jänner 2012 gezeigt wird. Unter anderem beinhaltet diese Werke von Miró, Dalí, Picasso und vielen anderen mehr - alles Leute, die für mich in letzter Zeit interessant geworden sind (-- es kann nicht immer nur Schiele sein.. ;o)..). Ich find's bei Surrealismus auch immer wieder spannend, dass man sich so ganz auf das Werk einlassen muss und teilweise echt seltsame Einblicke bekommt. Freu mich besonders auf diese Ausstellung.

Zwischen dem ganzen Surrealismus ein bisschen Pause für's Gemüt kann man dann von 21. Oktober 2011 bis 22. Jänner 2012 in der Sammlung Forberg bekommen, die einen recht bunten Streifzug durch das 20. Jahrhundert zu bieten hat - unter anderem kann man dort Franz Marc, Paul Klee, Pablo Picasso, August Macke, Max Ernst etc. bewundern - sehr fein. :o)

(Quelle: http://www.albertina.at/)


LEOPOLDMUSEUM

Das Leopoldmuseum setzt diesen Herbst/ Winter auf Altbewährtes und Naheliegendes, traut sich aber auch, einen Blick auf andere österreichische Künstler zu werfen und sich mit Zeitgenössischem zu befassen.

Von 23. 2011 bis 30. Jänner 2012 kann man in der Ausstellung Egon Schiele - Melancholie und Provokation vor allem das Frühwerk des jung verstorbenen Künstlers betrachten, das von einer "tiefen Melancholie und Trauer, aber auch von einer Faszination am Ungewöhnlichen und Ekstatischen geprägt" ist. Daneben werden aber auch sechs weitere KünstlerInnen eingebracht, die in "je einem eigenen Raum in einen spannenden Dialog mit dem Werk und der Persönlichkeit des exzentrischen Künstlers der Jahrhundertwende" treten und dabei in den Bereichen Bildende Kunst, Tanz und Performance tätig werden. Hm. Klingt ein bissl grenzwertig, aber andrerseits durchaus mutig; man kann ja auch nicht immer nur das Alte zeigen, ohne mit neuen Ideen weiterhin für die Besucher attraktiv zu bleiben.

Auch die beiden anderen, im Herbst gezeigten Ausstellungen des Leopoldmuseums bewegen sich weg vom frühen 20. Jahrhundert:
Von 14. Oktober 2011 bis 30. Jänner 2012 widmet sich The Excitement Continues der zeitgenössischen Kunst aus der Sammlung Leopold II. Die durch die Auswahl der Sammler (Rudolf und Elisabeth Leopold) subjektiv zusammengetragenen Werke bilden "einen Querschnitt österreichischer und internationaler Kunst nach 1945", der bisher großteils nicht öffentlich zu sehen war. In dieser anlässlich des 10-jährigen Eröffnungsjubiläums des Leopold Museums Ausstellung finden sich neben den Werken von Otto Muehl unter anderem auch die von "Josef Mikl, August Walla, Robert Zeppel-Sperl, Kurt »Kappa« Kocherscheidt, Elke Krystufek, Robert Kern, Alfred Klinkan und Peter Weibel" - und da ich von diesen Namen keinen so wirklich kenne, ist es wohl eine gute Idee, sich die Ausstellung wenigstens mal durchzuschauen.. *lach*..

Hermann Nitsch, Architekturzeichnung, 2006
© Atelier Hermann Nitsch
Ja, und wenn man schon mal drin ist, kann man sich auch an den Hermann Nitsch herantrauen, großteils ohne Blut und Eingeweide (dafür nach Mistelbach fahren..): das Leopoldmuseum zeigt von 4. November 2011 bis 30. Jänner 2012 in Hermann Nitsch - Strukturen Architekturzeichnungen, Partituren und Realisationen des Orgien-Mysterien-Theaters. "Im Zentrum der Ausstellung stehen Hermann Nitschs Architekturentwürfe, aber auch frühe Skizzen zu monumentalen Kompositionen, beeinflusst von Gustav Klimt, Egon Schiele und Oskar Kokoschka, informelle Kritzelzeichnungen, Skizzen von verschiedenen Aktionen, Farbskalen für Projektionen, Partituren zu seiner Musik sowie Druckgrafiken sind zu sehen".

Ich würd zwar für eine einzelne dieser Ausstellungen nicht extra ins Leopoldmuseum gehen, aber wenn man einmal Eintritt zahlt und dafür alle drei anschaun kann, zahlt sich's wohl aus, auch mal ein bissl Neuland zu betreten.

(Quelle: http://www.leopoldmuseum.org/de)


BELVEDERE

Das Belvedere bleibt mit der Ausstellung Gustav Klimt / Josef Hoffmann - Pioniere der Moderne auf der sicheren Seite und wieder beim frühen 20. Jahrhundert. Von 24. Oktober 2011 bis 4. März 2012 kann man so eine Ausstellung über den Maler Gustav Klimt und den Architekten Josef Hoffmann anschaun, deren intensive Zusammenarbeit "mit der Beethovenausstellung (1902) in der Wiener Secession sowie dem Palais Stoclet (1905-1912) in Brüssel im Bereich des Gesamtkunstwerks neue Maßstäbe in Europa" gesetzt hat. "Zahlreiche Werke wie z.B. Klimts Bildnis Fritza Riedler, in dem sich Hoffmanns charakteristische Handschrift deutlich wiederspiegelt, belegen die wechselseitigen Einflüsse dieser Pioniere der österreichischen Moderne, die die umfassende Sonderausstellung auch in Bezug zur Wiener Werkstätte untersucht."
Freunde des Jugendstils haben also auch diesen Herbst was zu sehen :o)


(Quelle: http://www.belvedere.at/)

Mittwoch, 25. Mai 2011

MAX WEILER, DÜRER UND DER SPUTNIK FUNDUS: Ausstellungen im Sommer 2011

Seit Tagen ist es wunderbar heiß und sonnig - man kann schon fast glauben, es ist wirklich Sommer.
Wen in den heißen Monaten die Langeweile plagt, der kann sich vom Urlaub, den Familienfesten und der vielen, hellen Sonne erholen, indem er sich in wohltemperierte Innenräume begibt und ein wenig der Kultur fröhnt ;o).
Jep, heuer haben auch die Museen erkannt, dass manche Durchschnittswiener in ihrer Freizeit nicht nur im Bad herumhängen und so mancher Durchschnittstourist nicht nur ins Sissimuseum und nach Schönbrunn will. Für diese Zielgruppe haben sie ein kleines, recht feines Sommerprogramm zusammengestellt, bevor im Herbst wieder die richtigen Schmankerl aus den Depots geholt werden ;o).

ALBERTINA

Rudolf Koppitz Komposition, 1925
Albertina, Wien
Dauerleihgabe der Höheren Graphischen
Bundes-Lehr-und Versuchsanstalt, Wien
Auf Roy Lichtenstein und den Blauen Reiter folgt ein kleiner Haufen ganz interessanter Ausstellungen, für die ich einzeln wohl nicht hineingehn würde, die man sich aber mit einer Eintrittskarte alle gemeinsam bei einem Besuch anschaun kann:

Von 17. Juni bis 2. Oktober 2011 gibt die Ausstellung  Die Explosion der Bilderwelt - Die Photographische Gesellschaft in Wien 1861-1945 Einblicke in die Anfangszeit der österreichischen Fotografie. Gezeigt werden ca. 120 Bilder, die die Entwicklung der Fotographie von ihren Anfängen mit Pionieren und Experimenten hinein "in eine Phase ungeheurer Dynamik" bis hin zur Professionalisierung der Bildproduktion verfolgt. "In der Ausstellung vermitteln Beispiele aus Kunst, Wissenschaft und innovativen Anwendungen der kommerziellen Fotografie ein aufregendes Bild des Aufbruchs zur Bilderflut der Gegenwart". - Die Pressebilder machen auf alle Fälle Lust darauf, sich durch die Bilder zu "schmökern". :o)

Max Weiler
Felsspalte, 1976
© Yvonne Weiler
Wer sich mehr für Zeichnungen interessiert, bekommt in Max Weiler - Der Zeichner vom 10. Juni bis 16. Oktober 2011 einen Einblick in das zeichnerische Schaffen Max Weilers (1910-2001). Die Ausstellung will vor allem Weilers Zeichnungen als eigenständige Parallelwelt zu seinen gemalten Bildern positionieren, aber auch auf die Wechselbeziehungen zwischen den beiden Medien in Weilers Werk eingehen. Anhand von ausgewählten Gemälden soll versucht werden, dieses Verhältnis beleuchten. Ziemlich interessanter Zeichenstil und ein paar gute Appetithappen in der Vorschau der Albertina.

Auch die neuere Kunst ist wieder in der Albertina zu bestaunen, die von 17. Juni bis 13. November 2011 ihre Sammlung der Gegenwart, ihre jüngsten Neuerwerbungen im Bereich zeitgenössischer Kunst zeigt. "Diese werden einer Auswahl von bedeutenden Kunstwerken nach 1970 aus den bereits bestehenden Sammlungen gegenüber gestellt, wodurch dem Besucher Einblicke in die facetten- und umfangreichen Bestände ermöglicht werden". Irgendwann vor 2-3 Jahren war ich schon einmal in der Sammlung zeitgenössischer Kunst - ähm.. ja. Sehr zeitgenössisch. Aber immer sehr motivierend, stachelt diesen verbissen-erbitterten "Ich auch!! Besser, schöner, toller, und überhaupt und außerdem!"-Kern an, der in so manchem Künstler schlummert.
Ja. Weiters kann man auch die Sammlung Batliner nach ihrer Tournee wieder in der Albertina besichtigen. Hab ich, zum selben Zeitpunkt wie die Sammlung zeitgenössischer Kunst, schon mal gesehn. Hab ich damals als sehr chaotisch angehäuftes Durcheinander (Kaufen nach Namen - nur weil "Braque" draufsteht, muss es nicht ansprechend sein) mit ein paar ganz netten Schmankerl empfunden. Wäre interessant, wie sich mir das jetzt darstellt.

(Quelle: www.albertina.at)


LEOPOLDMUSEUM

Tja, das Meopoldmuseum hat mit seinem Jugendstilschwerpunkt und vor allem mit seiner permanenten Schielesammlung bei mir sowieso ein Stein im Brett. Der Schiele wird nach seiner Tour aber erst im Herbst wieder groß ausgestellt. Derweilen kann man sich zur Überbrückung im Leopoldmuseum von 10.Juni bis 3. Oktober 2011 die Ausstellung Magie des Objekts -Photographie aus drei Jahrhunderten geben.
Die Schau setzt sich aus einer "Auswahl von Fotoarbeiten aus dem SPUTNIK Fundus" zusammen. "Rund 200 Werke bieten eine faszinierende Zusammenschau und Gegenüberstellung historischer Aufnahmen des 19. und frühen 20. Jahrhunderts mit Werken zeitgenössischer Fotografie". Dabei werden "bekannte »Klassiker« der Fotografie mit weniger bekannten, aber nicht minder wichtigen Beispielen präsentiert. [...] In einzelnen Themengruppen stehen sich historische und zeitgenössische Fotografien gegenüber". Klingt ganz witzig.
In der Ausstellung sind unter anderem Arbeiten von Berenice Abbott, Ansel Adams, Herbert Bayer, Harry Callahan, Giovanni Castell, Madame D´Ora, Alfred Ehrhardt, Ernst Haas, Leo Kandl, Hans Kupelwieser, Elfriede Mejchar, Richard Misrach, Wolfgang Reichmann, Aaron Siskind, Josef Sudek, Arthur Tress, Todd Watts, Brett Weston, Edward Weston und Minor White vertreten.
Nicht, dass mir diese Namen was sagen würden.. Die Vorschaubilder find ich aber zeimlich cool. :o) Das Museumsquartier, in dem das Leopoldmuseum liegt, hat zusätzlich den weiteren Vorteil, dass die Eissalondichte im Umkreis sehr hoch ist ;o)

Edward Weston, Pepper (30P), 1930
Gelatin silver print 24 x 19 cm
© 2010 Center for Creative Photography,
Arizona Board of Regents
(Quelle: www.leopoldmuseum.org)

KUNSTHISTORISCHES MUSEUM

Das war zwar schon bei der Frühlingsvorschau dabei, aber eigentlich geht's ja doch eher über den Sommer: Die Ausstellung Dürer - Cranach - Holbein - Die Entdeckung des Menschen: Das deutsche Porträt um 1500, die das Kunsthistorische Museum Wien von 31. Mai bis 4. September 2011 zeigt. Sie "widmet sich dem Blick des Künstlers auf den Menschen am Übergang vom Spätmittelalter zur Frühen Neuzeit im deutschen Sprachraum. Anhand hochkarätiger Werke von Albrecht Dürer, Lucas Cranach d. Ä. und Hans Holbein d. J. wird gezeigt, wie der Mensch um 1500 ins Zentrum des künstlerischen Interesses rückte und wie Künstler zu Entdeckern und Erfindern des Bildes vom Menschen avancierten." In der Ausstellung werden neben den "hauseigenen" Bildern auch internationale Leihgaben zu sehen sein. Wenn ich schon die Holländer nicht geschafft hab, vielleicht schaff ich's in diese Ausstellung. :o)
(Quelle: http://www.khm.at/)

Na dann, weg vom Strand, auf ins Museum! :o)

Donnerstag, 27. Januar 2011

SEHENSWERTE UNDERDOGS (vergessene Ausstellungen): Trude Fleischmann, Graphiken von Goya bis Picasso

In der Eile entgehen einem manchmal kleine, feine Dinge. Zum Glück hat man ja seine "Connections" (;o)), die einen doch noch auf Manches aufmerksam machen.

Wien Museum

Tilly Losch, Tänzerin, Wien um 1925
Trude Fleischmann
Copyright: Wien Museum
Von 27. Jänner bis 29. Mai 2011 präsentiert das Wien Museum mit "TRUDE FLEISCHMANN - Der Selbstbewusste Blick" nun, über zwanzig Jahre nach ihrem Tod, "die erste große Überblicksausstellung zu Trude Fleischmann, in deren Mittelpunkt ihre Wiener Zeit von 1920 bis 1938 steht."
Trude Fleischmann "war eine jener selbstbewussten jungen jüdischen Fotografinnen, die nach dem Ersten Weltkrieg in Wien eigene Studios eröffneten und in einem traditionellen Männerberuf Karriere machten, weil sie gewagter und moderner fotografierten und die Zeichen der neuen Zeit verstanden." Zu den Fotographien, die in dieser Zeit besonders für Furore sorgten, waren ihre Studien nackter Tänzerinnen (siehe auch Bild unten).
Nach ihrer Vertreibung 1938 konnte sie in New York als Photographin wieder Fuß fassen. Das Wien Museum, "das eines der größten und international bedeutendsten Fleischmann-Konvolute besitzt", zeigt in dieser Schau auch bisher unbekannte Werke der Künstlerin.

Aktstudie, Wien 1925
Trude Fleischmann
Copyright: Wien Museum
Die Ausstellung hab ich zwar peripher wahrgenommen, mir aber erst gestern wirklich näher angeschaut - die haben irgendwie etwas Magisches, diese Bilder. Und da der Eintrittspreis für StudentInnen nur € 3,- ist, werd ich sicher versuchen, dort vorbei zu schaun. :o)

 (Quelle: http://www.wienmuseum.at/)


Landesmuseum Linz (Oberösterreich)

Selbstbildnis Edward Munch, 1895
Foto: Oberösterreichische Landesmuseen
Das hätt ich ohne Hilfe nicht bemerkt: von 20. Jänner bis 27. Februar 2011 zeigt das Schlossmuseum Linz den zweiten Teil seiner Graphiksammlung unter dem Titel "VON GOYA BIS PICASSO - Internationale Graphik aus der Schenkung Kastner"
"Dieser zweite Teil ist der internationalen Druckgraphik gewidmet, wobei der zeitliche Rahmen viel weiter reicht als im Titel angekündigt. Sie beginnt nämlich mit Kupferstichen von Albrecht Altdorfer und Heinrich
Aldegrever, also Werken des 16. Jahrhunderts." Über die Zeit spannt die Ausstellung einen Bogen bis zu einer beachtlichen "Auswahl von Graphik der klassischen Moderne, darunter Blätter von Maurice Vlaminck, Fernand Léger, Henri Matisse und Pablo Picasso". Auch Kandinsky ist vertreten.
Zahlt sich im Zuge eines Linzbesuches sicher aus, dort auch vorbei zu schaun. :o)


(Quelle: http://www.landesmuseum.at/)

Montag, 3. Januar 2011

SCHIELE, KANDINSKY und DÜRER: Ausstellungen Frühling/ Frühsommer 2011

2011 wird ein tolles Jahr für Schielefans (siehe nämlich auch Herbstprogramm des Leopoldmuseums) und Freunde der Klassischen Moderne, es ist aber auch etwas für Fans der Renaissancekunst und des Jugendstils dabei.


Belvedere

Das Belvedere macht mir im Frühling eine besondere Freude und zeigt von 17. Februar bis 13. Juni 2011 einen meiner Lieblingskünstler:
Egon Schiele
Die Frau des Künstlers, sitzend, 1917
Aquarell auf Papier
46 x 29,7 cm
Belvedere, Wien
© Belvedere Wien
EGON SCHIELE - Selbstportraits und Portraits. :o)
Laut der Homepage wird es eine "umfassende Schau, in der erstmals seine Porträts und Selbstporträts in den Mittelpunkt gestellt werden. Anhand von rund 100 Selbstbildnissen und Porträts - einige der Werke werden erstmals in Österreich gezeigt - dokumentiert die Schau Schieles künstlerische Entwicklung und seine außergewöhnlichen Leistungen als Porträtmaler." Da bin ich mal gespannt, obwohl ich viele der Bilder wahrscheinlich schon kenne. Aber man kann nie genug Schiele sehen ;o).

Etwa im gleichen Zeitraum (von 10. Februar bis 5. Juni 2011) zeigt das Belvedere außerdem DYNAMIK! Kubismus/ Futurismus/ Kinetismus, eine "umfangreiche Werkschau zur Abstraktion in Wien zwischen 1919 und 1929 im Kontext der europäischen Moderne." Mit dieser Schau soll "[d]as international noch wenig beachtete Phänomen des Wiener Kinetismus [...] zusammen mit Meisterwerken aus ganz Europa von unter anderen František Kupka, Robert Delaunay, Fernand Léger, Carlo Carrà oder Giacomo Balla" verglichen und präsentiert werden.
Eine Stilrichtung, die mich persönlich nicht so sehr interessiert, die aber im Kontext des internationalen Vergleichs vielleicht doch einige Leute ansprechen wird. Wenn die Karte für beide Ausstellungen gilt, schau ich auf jeden Fall auch dort vorbei. :o)
(Quelle: http://www.belvedere.at/)


Leopoldmuseum

Das Leopoldmuseum zeigt im Frühling/ Frühsommer 2011 mit der Ausstellung GLANZ EINER EPOCHE - Jugendstilschmuck aus Europa von 25. Februar bis 20. Juni 2011 "die bisher umfassendste in Österreich vorgestellte Ausstellung zum Thema »Jugendstilschmuck«. Die Schau zeigt eine Auswahl erlesener Objekte aus dem Hessischen Landesmuseum Darmstadt und aus Privatbesitz" anhand derer "[d]ie Eigenheit des Wiener Jugendstils und die Unterschiede zur Jugendstilkunst des restlichen Europas" dargelegt werden, und zwar mit teils noch nie oder selten gezeigten Stücken des österreichischen, deutschen, niederländischen, belgischen, dänischen, russischen und britischen Jugendstils.
Wer sich also für die europaweite Erscheinungsweise dieses Stils interessiert, sollte sich die Ausstellung nicht entgehen lassen. Zusätzlich hat das Leopoldmuseum auch eine große Sammlung von Jugendstilmobiliar und sonstigem "Zubehör" (wie zB Entwürfe zu Bildfenstern) dauerhaft ausgestellt - und natürlich einiges an Bildern aus dieser Zeit. Man kann dort also direkt in die Epoche eintauchen. Schaun wir mal, ob sich das ausgeht. :o)
(Quelle: http://www.leopoldmuseum.org/)


Albertina

Farbstudien, Quadrate mit konzentrischen Ringen, 1913
Städtische Galerie im Lenbachhaus und Kunstbau München
© VBK Wien, 2011
Mit der Ausstellung DER BLAUE REITER - Aus dem Lenbachhaus und der Albertina zeigt die Albertina von 4. Februar bis 15. Mai 2011 "Zeichnungen und Aquarelle des Blauen Reiters", einer losen Gruppierung von Künstlern, "die ähnliche künstlerische Absicht wie die beiden Künstler-Redakteure" Wassily Kandinsky und Franz Marc vertraten. "In der Ausstellung werden Werke folgender Künstler vertreten sein: August Macke, Franz Marc, Marianne von Werefkin, Alexej von Jawlensky, Wassily Kandinsky, Robert Delaunay, Heinrich Campendonk, Gabriele Münter, Paul Klee und Alfred Kubin." Kandinsky hat mir früher sehr gefallen und der Blaue Reiter ist was, was man schon irgendwie ein bissl kennen sollte.. also werd ich dort sicher hinschaun.

Und wenn man schon mal drinnen ist: Von 28. Jänner bis 15. Mai 2011 kann man sich dort auch noch die Ausstellung ROY LICHTENSTEIN - Black & White 1961 - 1968 anschaun - und, für mich wichtiger: ab 31. März die Schausammlung zur klassischen Moderne, wo unter anderem Werke von Toulouse-Lautrec (noch einem meiner Lieblinge), Picasso und Modigliani zu sehen sein werden.
(Quelle: http://www.albertina.at/)


Kunsthistorisches Museum

Da ich den Herrn Dürer eigentlich sehr gern habe, erwähn ich auch noch die Ausstellung DÜRER - CRANACH - HOLBEIN - Die Entdeckung des Menschen: Das deutsche Porträt um 1500, die das Kunsthistorische Museum Wien von 31. Mai bis 4. September 2011 zeigt. Sie "widmet sich dem Blick des Künstlers auf den Menschen am Übergang vom Spätmittelalter zur Frühen Neuzeit im deutschen Sprachraum. Anhand hochkarätiger Werke von Albrecht Dürer, Lucas Cranach d. Ä. und Hans Holbein d. J. wird gezeigt, wie der Mensch um 1500 ins Zentrum des künstlerischen Interesses rückte und wie Künstler zu Entdeckern und Erfindern des Bildes vom Menschen avancierten." In der Ausstellung werden neben den "hauseigenen" Bildern auch internationale Leihgaben zu sehen sein. Wenn ich schon die Holländer nicht geschafft hab, vielleicht schaff ich's in diese Ausstellung. :o)
(Quelle: http://www.khm.at/)

Hoffentlich bleibt mir Zeit, zumindest für den Schiele (da nehm ich sie mir.) :o). Berichte erscheinen dann wieder auf dieser Seite.

Dienstag, 5. Oktober 2010

VIEL PICASSO UND EIN GENIE: Ausstellungen Ende 2010/ Anfang 2011

Diesen Winter gibt es einige wirklich interessante Ausstellungen in Wien zu sehen, in die ich sehr gerne gehen möchte. Neben einem auffälligen Picasso-Schwerpunkt wartet als besonderes Gustostückerl eine einzigartige Ausstellung über Michelangelo auf alle Interessierten. Auf ins Museum! :o)

Albertina

Von 22. September 2010 - 16. Jänner 2011 zeigt die Albertina "PICASSO - Frieden und Freiheit". "Die Ausstellung beschäftigt sich mit Picasso als "Historienmaler" in der marxistischen Tradition und geht in historisch-chronologischer Abfolge auf die zwischen 1944 und dem Tod des Künstlers entstandenen Historienbilder ein", die "sein tiefes politisches und soziales Interesse" widerspiegeln.

Weiters präsentiert die Albertina von 8. Oktober 2010 - 9. Jänner 2011 mit "MICHELANGELO - Zeichnungen eines Genies" "[...] die erste große   
Michelangelo Buonarroti
Studies for the Libyan Sibyl (recto), 1511/12
Metropolitan Museum of Art, New York

© 2007. The Metropolitan Museum of Art/
Art Resource/ Scala,Florence
Michelangelo-Ausstellung seit mehr als zwanzig Jahren. Die Präsentationvon 120 der kostbarsten Blätter ermöglicht einen umfassenden Einblick in das Schaffen des großen Genies. [...] Der Bogen spannt sich von der frühesten erhaltenen Zeichnung [...], über die Entwürfe für die Schlacht von Cascina und die Vorzeichnungen für die berühmten Fresken in der Sixtinischen Kapelle bis hin zu den raffinierten Geschenkblättern für Michelangelos Freund Tommaso de´Cavalieri oder den späten Kreuzigungsdarstellungen des fast achtzigjährigen Künstlers. [...] Zudem werden Gemälde und Reliefs gezeigt, die nach Entwürfen Michelangelos entstanden sind." -- Was bleibt dem hinzuzufügen? :o) Auf diese Ausstellung freu ich mich ganz besonders.
(Quelle: www.albertina.at)


Leopoldmuseum

Das Leopoldmuseum ist mit seiner Schiele-Sammlung sowieso immer wieder einen Besuch wert. Im Zuge eines noch von Rudolf Leopold organisierten "Sammlungstausches" sind von 17. September 2010 - 17. Jänner 2011 in der Ausstellung "CÉZANNE - PICASSO - GIACOMETTI, ... -  Meisterwerke aus der Fondation Beyeler" nun aus der Sammlung Fondation Beyeler u.a. Werke von (ebenfalls) Picasso, sowie von Cézanne, Monet und noch weiteren Künstlern zu sehen: "Auf Grund einer einzigartigen Kooperation werden Spitzenwerke des Impressionismus und der Klassischen Moderne, von Monet bis Picasso im Herbst 2010 im Leopold Museum in Wien gezeigt. Noch nie haben seit der Gründung des Museums so viele Hauptwerke die Sammlung Beyeler verlassen." Da kann man einmal gespannt sein :o). Einziger Wermutstropfen: die Schielesammlung ist dann im Leopoldmuseum nicht zu sehen.
(Quelle: www.leopoldmuseum.com)

Kunsthistorisches Museum Wien

Das Kunsthistorische Museum Wien hat einen besonderen Coup gelandet und es geschafft, insgesamt 11 Meisterwerke der holländischen Gruppenportraitmalerei aus der zur Zeit wegen Renovierung geschlossenen Schuttersgalerij in Amsterdam zu versammeln, die unter dem Titel "GOLDENES ZEITALTER - Holländische Gruppenporträts aus dem Amsterdams Historisch Museum" von 9. September bis 21. November "erstmals in ihrer Gesamtheit außerhalb der Niederlande" präsentiert werden. Die holländischen Maler zählen zu meinen Lieblingen; die Sammlung des KHM hab ich auch noch nie so richtig angeschaut. Da wird's ja einmal Zeit. :o)
(Quelle: www.khm.at)

Kunstforum Bank Austria

Mit der von 1. September bis 5. Dezember 2010 gezeigten Ausstellung
Selbstbildnis mit Dornenhalsband, 1940
Foto: © Nickolas Muray Collection,
Harry Ransom Humanities Research Center,
The University of Texas at Austin




"FRIEDA KAHLO - Retrospektive" präsentiert das Kunstforum Bank Austria "die erste umfassende Ausstellung über Frida Kahlo in Österreich. [...] Die Ausstellung Frida Kahlo Retrospektive umfasst etwa 60 Gemälde, 80 Zeichnungen und 20 Objekte, ergänzt durch eine repräsentative Auswahl von fotografischem Dokumentationsmaterial, das von Cristina Kahlo, Fridas Großnichte, zusammengestellt wird. [...] Angesichts der mangelnden Präsenz von Kahlo’s Œuvre in europäischen Sammlungen und der spärlichen Ausstellungsprojekte in Europa darf diese Schau als Sensation für Wien angesehen werden."
Eine Künstlerin, mit der ich mich noch wenig auseinander gesetzt habe. Da bin ich mal gespannt. :o)
(Quelle: www.bankaustria-kunstforum.at)